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Kulturelles Erbe
Geprägt von den englischen, afrikanischen und west-indischen Wurzeln, entwickelte Barbados seine eigene karibische Identität. Die Bräuche, Traditionen und Werte, die auf Barbados gelebt werden, aber auch die Geschichte der Insel, die einzigartige lokale Küche sowie die Musik und Kunst spiegeln den Bajan Lifestyle. Architektonisch ist Barbados sehr stark vom Kolonialstil geprägt. Seit dem 29. Juni 2011 zählt die historische Altstadt von Bridgetown zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die im 17., 18. und 19. Jahrhundert erbauten und hervorragend erhaltenen Gebäude der Altstadt und das ehemalige Garnisonsgelände Garrison gelten als bedeutendes Beispiel britischer Kolonialarchitektur.
Auch wenn die Europäer nicht die ersten waren, die die östlichste Antillen-Insel entdeckten, waren es doch portugiesische Segler, die im 15. Jahrhundert der Insel den Namen „Los Barbados“ gaben. Die erste überlieferte Besiedelung von Barbados fand 400 v. Ch. durch den Stamm der Arawak Indianer aus Venezuela statt. Sie bewirtschafteten das Land friedlich bis zum 12. Jahrhundert, bis Sie von den nachkommenden karibischen Indianern sukzessiv ausgerottet und vertrieben wurden. Als jedoch die britischen Siedler 1627 die Insel eroberten, war sie fast unbewohnt und bestens geeignet, um eine Kolonie zu errichten, die für 339 Jahre zum britischen Empire gehörte und bis heute noch Teil des Commonwealth ist.
Flache Bodenbeschaffenheit und günstige Wetterbedingungen machten Barbados zum optimalen Anbaugebiet des Zuckerrohrs und damit einhergehend zur Insel des Rums. Mit der Errichtung der Zuckerplantagen begann auch die Sklavenarbeit auf Barbados. Der Erfolg des Zucker- und Rumhandels brachte nicht nur Reichtum auf die Insel, sondern auch zunehmend afrikanische Sklaven. 1833 erlangte die Abolitionist-Bewegung immer mehr Bedeutung und erreichte, dass Barbados als erstes Land weltweit den Sklavenhandel abschaffte. Jedoch konnten die ehemaligen Sklaven erst ab 1838 als freie Menschen tätig sein und sich bewegen. Neben der Sklavenbefreiung gab es auch Bestrebungen, sich von der britischen Krone zu lösen. 1966 gewann Barbados die absolute Unabhängigkeit vom British Empire und agiert seitdem als eigener Staat im Commonwealth of Nations.






